Porträts

     
 
Freunde          

Der Krieg kam und ging. Ich habe es nicht geschafft, den Krieg zu malen. Der Krieg war viel stärker als ich allein, und uns alle zuprijateljimen machte er zu isolierten, gewissermaßen besonderen Menschen. Ein Kühlschrank kann ebensogut dort funktionieren, wo Krieg ist, wie dort, wo Frieden herrscht; vorausgesetzt, dass er irgendwo angeschlossen werden kann, kühlt er in unterentwickelten wie in hochentwickelten Gebieten. Der Besitz eines Kühlschranks gibt uns das Gefühl, das gleiche zu können wie andere, die in »besseren und glücklicheren« Umständen

leben, ihnen gewissermaßen gleich zu sein. Bisher habe ich jedoch noch keinen Kühlschrank gemalt, daran hatte ich eigentlich kein Interesse. Dafür glaube ich aber, dass die Porträts von Paaren aus den Jahren 1995 und 1996 das Stärkste sind, was ich bisher gemalt habe.

Die hier präsentierten Werke wurden erstmals 1996 in der Zagreber Galerie Arteria unter dem Titel »Porträts« ausgestellt.