Works in Progress

 
 
 
 
   

Aktuelles

Unter dem titel »Falsche Szenen« werden drei neue Werke auf der Kunstmesse Berliner Liste vom 24. bis zum 27. September 2009 ausgestellt.

Das Gemälde Unterzeichnung der Deklaration über den Anschluss von Westherzegowina und Popovo Polje an die Republik Kroatien (Wer hat das Bier bestellt?) wird in seiner endgültigen Fassung im Teatro Circolo in Labin vom 20. 7. bis zum 1. 8. 2009 ausgestellt.

Die Ausstellung wird von der Sammlung Filip Trade und der Stadtgalerie Labin organisiert. In der Stadtgalerie werden des Weiteren die sich im Besitz der Sammlung Filip Trade befindlichen Werke aus der Serie »Das Gesicht des Bildes« gezeigt.

Die Gemälde Der Ort und Nacht werden bei der Ausstellung Director's Choice vom 20. 11. 2009 bis zum 7. 2. 2010 gezeigt.

Essl Museum – Kunst der Gegenwart
An der Donau-Au 1
3400 Klosterneuburg, Österreich

Nach sechs Jahren endlich fertig gestellt: Bild für Zähne (Schhhhh), 2002–2009, Öl auf Leinwand, 2×176×110 cm

Die Malerei wird in einem Magazin aufbewahrt, das sich in unserer gemeinsamen Gesamtseele befindet. Alle Arten, die Farbe aufzutragen, alle Tricks des Handwerks, alles "Neue" und "Alte" existiert in diesem Magazin seit jeher und für immer, zeitlos, und bleibt bestehen, solange es diese gemeinsame Gesamtseele, d. h. die Menschheit, gibt. Der erste Maler enthielt bereits alle Maler, die nach ihm kamen, in sich, genauso wie derjenige, der in diesem Augenblick geboren wird, alle jene, die ihm vorausgegangen sind, in sich enthält. Der Maler entnimmt dem Magazin, was er benötigt, oder was er ihm zu entnehmen vermag, und bringt es an das Licht des einmaligen Augenblicks, in dem er lebt. Von diesem einzigartigen Zeitpunkt und von dem Maler selbst hängt es ab, was aus dem Magazin hervortritt und wie es angewandt wird - die Art, auf die es sich im Gemälde materialisiert.

Tief in uns sitzt das Bedürfnis nach dem eigenen Abbild, das zugleich alles, was uns umgibt, einschließt. Dieses Abbild betrachtend, streben wir danach, die Stellung unserer Existenz in der Gesamtheit zu bestimmen, die ohne

diesen auf uns selbst gerichteten Blick scheinbar nicht zu bewältigen wäre. Wir haben auch das Bedürfnis, unser Abbild in die eigentümliche Atmosphäre des Augenblicks, in dem wir leben, zu hüllen, um es mit dem, was wir für uns fühlen und über uns denken, in Einklang zu bringen. Solch ein in die eigentümliche Atmosphäre des Augenblicks seiner Entstehung gehülltes Abbild nenne ich eine Szene.

Ein Gemälde ist ein einfacher, meist viereckiger Gegenstand, der einen bestimmten Raum in der wirklichen Welt einnimmt. Aber das, was auf seiner Oberfläche gemalt ist, stellt den Eingang zu einem Raum dar, der parallel zum wirklichen existiert, zu einem Raum, der durch unseren Willen, eine eigene Welt trotz der wirklichen zu erschaffen, entsteht. Alle materiellen Werte und geistigen Bedeutungen, die dieser einfache Gegenstand für uns haben mag, existieren nur in unserem parallelen, künstlichen Raum. Die Hervorhebung dieser künstlichen Natur eines Gemäldes nenne ich Illusion.